• Vorwort +

     

    Pflegebedürftigkeit – ein Thema mit dem man sich ungern auseinandersetzt.


    Wenn es dann doch einen Pflegefall in der Familie oder Freundeskreis gibt, stehen die Betroffenen und Ihre Angehörigen oft vor einem Berg von Fragen, bürokratischen Herausforderungen und finanziellen Hürden.


    "Ich möchte so lange wie möglich zu Hause bleiben".
    Dies ist der Wunsch vieler älterer Menschen. Dahinter steckt die Angst im Fall von Pflegebedürftigkeit in ein Altenheim umziehen und die eigene Wohnung verlassen zu müssen. Heutzutage gibt es aber zahlreiche Angebote, die eine Pflege zu Hause, oder zumindest teilweise zu Hause möglich zu machen.

    Der Pflegeratgeber informiert Sie über die wichtigsten Aspekte zum Thema Betreuung und Pflege in den eigenen vier Wänden.
    Ausführliche Beratung erhalten Sie bei VICTUM 24. Ich stehe Ihnen gerne vor Ort mit Rat und Tat zur Seite!


    Die Leistungen der Pflegeversicherung sollen helfen, dem Pflegebedürftigen trotz seines Hilfebedarfs eine möglichst weitgehende Selbständigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens zu fördern, zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

     

  • Leistungen der Pflegeversicherung +

     

    · Pflegesachleistungen – ambulante Pflegedienste, andere Institutionen die direkt mit den Pflegekassen abrechnen- professionelle Kräfte
    · Pflegegeld – für selbst beschaffte Pflegepersonen wie pflegende Angehörige wie auch


    VICTUM 24 - Kunden:

    + Verhinderungspflege
    + Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz
    + Diverse Kombileistungen
    + Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes (Umbau) bis zu 4000 € je Maßnahme

     

  • Einen Pflegeantrag stellen +

     

    Das Antragsverfahren


    · Leistungen werden nur auf Antrag bei der Pflegekasse durch den Pflegebedürftigen oder einen Bevollmächtigten gewährt.
    · Antrag für die Pflegeleistungen wird durch die Pflegekasse zugesandt.
    · Begutachtung erfolgt während eines Hausbesuches durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) zur Feststellung der tatsächlich erbrachten Pflegeleistung
    · die Ermittlung des Zeitaufwandes für grundpflegerische Tätigkeiten und hauswirtschaftliche Versorgung ist die Basis für die Festlegung der Pflegestufe


    Einen Pflegeantrag stellen


    Einen Antrag auf Pflegeleistungen können Sie erst stellen, wenn Sie oder Ihr Angehöriger bereits pflegebedürftig ist. Bei der Antragstellung sind drei Fälle zu unterscheiden:

    Sie sind gesetzlich krankenversichert
    In diesem Fall wenden Sie sich an Ihre gesetzliche Krankenkasse, denn diese ist zugleich Ihre Pflegekasse

    Sie sind privat krankenversichert
    Sie verfügen über eine sogenannte private Pflegepflichtversicherung. Diese mussten Sie beim Eintritt in die private Krankenvollversicherung abschließen. Wahrscheinlich sind Sie bei derselben Versicherung pflegeversichert, bei der Sie auch krankenversichert sind. Teilen Sie der Versicherung in einem formlosen Schreiben den Pflegebedarf mit.

    Sie haben neben der gesetzlichen Pflegeversicherung eine private Pflegezusatzversicherung (z.B. Pflegetagegeld)
    Wenden Sie sich zuerst an Ihre Pflegekasse oder Ihre private Pflegepflichtversicherung. Wurde von dieser die Pflegebedürftigkeit festgestellt und durch einen Bescheid bestätigt, schicken Sie ein formloses Schreiben sowie eine Kopie dieses Bescheids an Ihre private Krankenversicherung. Sie wird sich daraufhin bei Ihnen melden.

     

  • Pflegegrade +

     

    Leistungen bei Pflegegrad 1
    Dem Pflegegrad 1 dürfte ein Großteil der Antragsteller zugeordnet werden, die bislang von der Pflegekasse eine vollständige Ablehnung erhalten haben.

    Zudem gewährt die Pflegeversicherung den Entlastungsbetrag gemäß §45b in Höhe von (dann neu) 125 Euro monatlich. Dieser kann nur beim Pflegegrad 1 auch für die Sachleistungen durch den Pflegedienst (Grundpflege) eingesetzt werden. Bei vollstationärer Pflege wird ein Zuschuss in Höhe von 125 Euro geleistet.


    SGB XI – Pflegegeld
    Anspruchsberechtigt sind die Pflegegrade 2 bis 5.

    Pflegegrad 2 3 4 5
    Pflegegeld 316 € 545 € 728 € 901 €


    Minuten spielen in der neuen Begutachtung und damit für die Einstufung keine Rolle mehr. Stattdessen werden die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen mehr Möglichkeiten haben, mit den Leistungen der Pflegeversicherung ent-sprechend ihren Wünschen und ihrer Lebenssituation umzugehen.

    1. Mobilität

    2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

    3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

    4. Selbstversorgung

    5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen


    6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

     

  • Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung +

     

    Leistungen bei Kurzzeitpflege: 1612 € pro Jahr
    Kann die häusliche Pfleg nicht sichergestellt werden und reicht eine teilstationäre Pflege nicht aus, trägt die gesetzliche Pflegeversicherung die Kosten für die vorübergehende Unterbringung in zugelassenen Kurzzeitpflegeheimen.


    Leistungen bei Verhinderungspflege: 16612 € pro Jahr
    Die Verhinderungspflege ist durch § 39 Sozialgesetzbuch XI geregelt. Darin heißt es, dass eine Person, die sich seit mindestens sechs Monaten in der häuslichen Pflege befindet, durch einen Angehörigen gepflegt wird und dafür Pflegegeld aus der Pflegeversicherung erhält, Anspruch auf einen Pflegeersatz hat.


    Leistungen bei Pflege zu Hause

    Pflegegrad 1 2 3 4 5
    Pflegegeld 125 € 316 € 545 € 728 € 901 €


    Dieses Geld wird von der Pflegekasse gezahlt, wenn Angehörige oder selbst beschaffte Pflegehilfen die Pflegebedürftigen zu Hause pflegen.


    Leistungen bei Pflege zu Hause durch Pflegefachkräfte
    Anspruchsberechtigt sind dei Pflegegrade 2 bis 5.

    Pflegegrad 2 3 4 5
    Pflegegeld 316 € 545 € 728 € 901 €

     

     

  • Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel +

     

    Die Pflegebedürftigkeit stellt eine große Belastung für die Betroffenen und deren Angehörigen dar. Um hier Abhilfe zu schaffen, gibt es viele technische und nicht – technische Hilfsmittel, die der Linderung von Beschwerden und der Erleichterung der Pflege dienen.

    Dabei muss die Zuständigkeit der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung bedacht werden. Die nachfolgende Tabelle verschafft einen Überblick über die Unterschiede


      Hilfsmittel Pflegehilfsmittel
    Beispiele



    -Inkontinenzartikel
    -orthopädische Strümpfe
    -Kompressionsstrümpfe
    -Rollatoren
    -Pflegebetten
    -Betteinlagen
    -Einmalhandschuhe
    -Desinfektionsmittel
    Zweck



    - Sicherung des Erfolgs einer
      Krankenbehandlung
    - Vorbeugung/ Ausgleich einer
      Behinderung       
    - Erleichterung/ Linderung von  
      Beschwerden eines    
      Pflegebedürftigen
    - Ermöglichung der selbständigen
      Lebensführung
    Voraussetzung




    - ärztliche Verordnung (Rezept)
    - Zusammenhang mit Verhütung
      oder Behandlung einer Krankheit
    - Leistung ausreichend, zweckmäßig
      wirtschaftlich
    - festgestellte Pflegebedürftigkeit
    - Pflege erfolgt zu Hause
    - keine Leistungspflicht der
      Krankenversicherung

    Eigenbeteiligung






    - Verbrauchsartikel: 10% aber max. 10 € für Monatsbedarf
    - Nicht-Verbrauchsartikel: 10% aber mind. 5 €  und max. 10 € pro Hilfsmittel
    - Ausnahme mit Festbeträgen: volle Kostenübernahme bis Festbetrag, darüber zahlt Versicherter Restsumme
    - Kostenübernahme unabhängig von Pflegestufe
    - Verbrauchsartikel: Keine Zuzahlung bis Erstattungsgrenze von 40 € pro Monat
    - Nicht- Verbrauchsartikel: 10% aber max.25 € pro Hilfsmittel
    - Leihgeräte: Zuzahlung entfällt

    Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel ist im § 40 Abs. 1 SGB XI festgeschrieben und legt eindeutig fest, dass „Pflegebedürftige Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmittel, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen“ haben.

     

  • Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes +

     

    Der Zuschuss zur Verbesserung des Wohnumfeldes wird auf 4000 € angehoben § 40 Abs. 4 SGB XI gibt den Pflegekassen die Möglichkeit, im Rahmen ihres Ermessens einen Betrag von bis zu 4.000 € je Maßnahme zu gewähren.

    Nach dieser Rechtsvorschrift können folgende Leistungen bezuschusst werden:

    · Maßnahmen, die einen Eingriff in die Bausubstanz erfordern (Beispiele hierfür sind der Einbau von individuellen Liftsystemen in Badezimmern, fest installierte Treppenlifter und Rampen, Türverbreiterungen u.s.w.)
    · Einbau bzw. Umbau von vorhandenem Mobiliar, welches aufgrund der konkreten Pflegesituation individuell umgestaltet oder hergestellt werden muss (Beispiele hierfür sind der Austausch einer Badewanne durch eine Duschtasse oder Absenkung von Küchenhängeschränken).

    Auch ein Umzug kann als Maßnahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes angesehen werden, wenn durch eine andere Wohnung den Anforderungen des pflegebedürftigen Versicherten Rechnung getragen werden kann. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Umzug von einer Wohnung im Obergeschoss in eine Wohnung im Erdgeschoss erfolgt.

     

  • Häusliche Pflege hat Vorrang vor stationären Pflegeleistungen +

     

    Hilfe zur Pflege ist eine bedarfsorientierte Sozialleistung zur Unterstützung pflegebedürftiger Personen, die den notwendigen Pflegeaufwand nicht aus eigenen Mitteln sicherstellen können. Hilfe zur Pflege ist in § 66 SGB XII gesetzlich geregelt.

    Wie alle anderen Leistungen der Sozialhilfe ist auch die Hilfe zur Pflege eine nachrangige Leistung, das heißt, das Leistungen anderer Leistungsträger vorrangig in Anspruch zu nehmen sind.

    Reicht das eigene Einkommen und Vermögen eines Pflegbedürftigen nicht aus, die Kosten für die notwendige Pflege selbst zu bestreiten, sollten Sie einen Antrag beim zuständigen Sozialhilfeträger stellen.

    Langes Abwarten ist nicht sinnvoll, da Sozialhilfeträger keine Leistungen für zurückliegende Zeiträume erbringt. Leistungspflicht besteht erst ab dem Zeitpunkt, an dem der Sozialhilfeträger Kenntnis von dem Hilfebedarf hatte.

    · Personalausweis, bei Vertretung durch Angehörige zusätzliche Vollmacht oder Betreuerausweis
    · Kontoauszüge der letzten 3 Monate vor Beginn der Hilfe
    · Nachweis über die Höhe der Einkünfte
    · Nachweis über vorhandenes Vermögen
    · Nachweis über die Höhe der zu zahlenden Unterkunftskosten

     

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Haftungsausschluss: Die in diesem Ratgeber enthaltenen Informationen wurden mit großer Sorgfalt zusammengetragen. Der Pflegeratgeber ersetzt nicht die Beratung durch die Pflegekassen, Ärzte und andere Leistungserbringer. Eine Haftung von VICTUM 24 kann nicht übernommen werden.

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