Steuerliche A1-Bescheinigung?


Es besteht unter Umständen die Möglichkeit, die Betreuungsleistung einer Pflegehilfe aus Osteuropa steuerlich geltend zu machen. Hierbei sind jedoch einige Punkte zu beachten.

Die steuerliche Absetzbarkeit richtet sich zunächst danach, wer Auftraggeber und Leistungsempfänger der Betreuungsleistung ist. Wir raten dazu, bei Bedarf die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch zu nehmen.

a) Wenn Sie selbst Auftraggeber und Empfänger der Pflegeleistung sind, wird die Absetzbarkeit über §35a Steuergesetz geregelt.
Es ist Ihnen somit die Möglichkeit gegeben, die Dienstleistung einer 24-Stunden-Betreuung aus Osteuropa in Ihrer Steuererklärung geltend zu machen. Sie können die Kosten als haushaltsnahe Dienstleistung bis zu einem Betrag von 20.000 Euro angeben.

Bei dem Maximalbetrag resultiert daraus eine erstattungsfähige Steuergutschrift in Höhe von 4000 Euro, sofern Sie diese in voller Höhe geltend machen können.

b) Wenn Sie als Auftraggeber für Ihre Eltern auftreten, richtet sich die Absetzbarkeit nach dem Eltern-Kind-Unterhalt §33 Steuergesetz.
Beispiel: Sie und Ihre Geschwister legen zusammen, um den Eltern das Pflegeheim zu ersparen und beauftragen eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung aus Osteuropa für Ihre Eltern.

Dieser Fall stellt den Unterhalt bedürftiger Menschen dar – und genau an dieser Stelle liegt auch gleich der Knackpunkt. Denn es muss bewiesen werden, dass der Leistungsempfänger bedürftig ist, das heißt, dass der Lebensunterhalt zum Leben zu gering ist und durch die Kinder aufgebracht werden müsste. In diesem Fall wird eine steuerliche Anrechnung der osteuropäischen Pflegekraft möglich, als außergewöhnliche Belastung.

 

Legalität – damit Sie sich auf der sicheren Seite fühlen...


Die häusliche Pflege von VICTUM 24 wird durch osteuropäische Mitarbeiterinnen unserer langjährigen Partner durchgeführt. Die osteuropäischen Pflegekräfte sind dort angestellt und werden entsprechend geschult und vorbereitet nach Deutschland vermittelt. Sie bleiben auch weiter bei der jeweiligen osteuropäischen Firma angestellt und kommen auf deren Auftrag, die vorher definierten Tätigkeiten einer 24-Stunden-Pflege bei Ihnen durchzuführen. Also fungieren nicht Sie als Arbeitgeber der Pflegerin aus Osteuropa, sondern als Auftraggeber, was Sie von allen gesetzlichen Verpflichtungen entbindet. Dieser Austausch ist möglich, da osteuropäische Unternehmen im Rahmen der EU-Dienstleistungsfreiheit ihre Pflege- und Haushaltshilfen nach Deutschland vermitteln können. Wir von VICTUM 24 kümmern uns als Vermittlungsagentur darum, dass nur nach EU-Recht kranken- und sozialversicherte sowie angemeldete Arbeitskräfte mit den notwendigen Papieren entsendet werden. Damit gelten für sie die sozialen Absicherungen des Herkunftslandes. Diese Entsendung osteuropäischer Dienstleister ist 100% legal.

 

Was bedeutet die EU-Dienstleistungsfreiheit?


Seit dem 1. Mai 2004 ist es im Rahmen der EU-Osterweiterung und der damit verbundenen Dienstleistungsfreiheit osteuropäischer Firmen gestattet, Pflege- und Haushaltshilfen u. a. nach Deutschland zu entsenden. Diese sind in ihrem Heimatland sozialversicherungspflichtig beschäftigt und verfügen über alle notwendigen Papiere, wie z. B. die Bescheinigung A1 und eine gültige EU-Krankenversicherung.

In einer Erläuterung über die Anwendung des EU-Beitrittsvertrages heißt es: "Werden Firmen mit Sitz in den Beitrittsstaaten im Rahmen einer grenzüberschreitenden Dienstleistung in Wirtschaftsbereichen tätig, für die die Übergangsregelung nicht gilt, können ihre Mitarbeiter im Rahmen der EU-Dienstleistungs-Freiheit ohne arbeitsgenehmigungsrechtliche Einschränkungen vorübergehend entsandt werden."

Die zunächst durch Deutschland zusätzlich auferlegte Bedingung, dass entsendete Mitarbeiter ausländischer Unternehmen vorher bereits angestellt sein müssen (3 Monate / 6 Monate / 12 Monate), ist aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes vom 19. Februar 2006 als rechtswidrig erkannt worden und darf nicht gefordert werden.

 

Zur Erfüllung der gesetzlichen Grenzen sind folgende Bedingungen zu beachten: 

Der Auftraggeber:

§  darf kein Direktionsrecht ausüben.
§  erteilt der Betreuungsperson keine direkt Weisungen.
§  hat keinen direkten Einfluss auf Art und Weise der zu erledigenden Aufgaben des/der entsendeten Mitarbeiter-/in.
§  erstellt keine Dienstpläne und/oder Freizeitpläne für den/die Mitarbeiter-/in.
§  bindet den entsendeten Mitarbeiter bzw. die entsendete Mitarbeiterin des Unternehmens nicht in eigene Betriebsabläufe ein.

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